STArQ für Menschen
gemeinnützige GmbH
Schlesische Straße 11a
37520 Osterode am Harz
Tel. 05522 3157090
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Familientag bei STArQ für Menschen

Trotz erheblicher Mittelkürzungen setzt die Gemeinnützige Gesellschaft „STArQ für Menschen“ ihre bislang erfolgreiche Migrationsarbeit fort. Um zu zeigen, wie das konkret aussieht, hatte das Team von StArQ zu einem Familientag eingeladen, bei dem sich Gruppen von Migrantinnen und Migranten und alle Interessierten über das Kursangebot des Internationalen Treffs mit Beratungsstellen und dem Projekt „Elternarbeit + Frühe Hilfen + Migrationsfamilien“ (EFi) informieren konnten. Auch viele Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, dem Bildungssektor und unterschiedlichen Religionen nutzten die Gelegenheit, die aktuellen Kursangebote, die neuen Räumlichkeiten und das STArQ-Mitarbeiterteam kennenzulernen.

Einrichtungsleiter Stefan Kühn nutzte die Gelegenheit, konkrete Informationen zur finanziellen Situation des Projektes zu geben. Die Projektmittel wurden dabei vom Land Niedersachen gegenüber dem letzten Jahr erheblich gekürzt. Dies hat zur Folge, dass auch die Bezuschussung durch den Landkreis geringer ausfällt. Deshalb müssen die im letzten Jahr gut angenommen Angebote in Form und Umfang reduziert werden. So können die Deutsch- und EDV-Kurse für Migranten mit angeschlossener Kinderbetreuung nur noch seltener angeboten werden. Auch der gerade angelaufene und gut besuchte Sprachkurs in Walkenried fällt dem Rotstift zum Opfer.

Geschäftsführer Karsten Dannenberg drückte sein Bedauern darüber aus, dass die gerade begonnene Aufbauarbeit, die sein Migrations-Team in den letzten Monaten für das Projekt EFi geleistet hat, bereits in der Aufbauphase erheblich gestört wird. Nach den Kürzungen, die im vergangenen Jahr die für den Arbeitsmarkt schwer vermittelbaren Menschen betroffen haben, leide nun hier wiederum ein Personenkreis, der bedingt durch die demographische Entwicklung und den bevorstehenden Fachkräftemangel unbedingt benötigt wird. „Die Politiker von Bund, Land und der Region müssen sich nun ihren Wahlversprechen hinsichtlich der Migrationsarbeit stellen!“ forderte er. Die Kürzungen widersprächen auch dem aktuellen Integrationsbericht der Bundesregierung, der sich für eine Fortführung und den Ausbau der Migrationsarbeit ausspricht. So sei der Anteil der jungen Menschen mit Migrationshintergrund, die keinen Schul- oder Berufsabschluss haben, noch zu hoch und nur mit dem Erlernen der deutschen Sprache gelingt hier ein vernünftiger Einstieg in Bildung. „STArQ für Menschen will diese Kürzung so nicht akzeptieren, da wir das unseren Teilnehmern und der Gesellschaft schuldig sind. Die Politik muss verlässlich sein und sich auch nach den Wahlen zu ihren Wahlversprechungen bekennen. Dies führt sonst zu Politikverdrossenheit und in unserem Fall werden kompetente Bildungsträger in ihrer Arbeit behindert und allein gelassen!“ betonte Dannenberg.

Dass auch das sehr beliebte und erfolgreiche Familienseminar am Samstag in Zukunft nicht mehr an jedem Wochenende, sondern nur noch einmal pro Monat stattfinden wird, registrierten auch die Besucher mit großem Bedauern, besteht doch hier die Gefahr, dass Lernergebnisse wieder verloren gehen und weitere Lernerfolge ausbleiben werden, weil die Kontinuität fehlt. In der Mittagspause entwickelten sich unter den Gästen und Mitarbeitern angeregte Diskussionen und Gespräche über die Weiterführung der Migrationsarbeit und mögliche Folgen der Mittelkürzungen. Alle Beteiligten und Gäste waren sich einig darüber, dass STArQ einen wichtigen Beitrag für die Migrationsarbeit in der Region leistet.